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Malvenblüten - Malvae flos, Malva sylvestris L.; Fam.: Malvaceae
Die Blüten werden auch Käsepappel- oder Rosspappelblüten genannt und finden sich wegen ihres hohen Schleimgehaltes häufig in Teemischungen zur Behandlung von Husten, Katarrh oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Zusätzlich dienen sie als Schmuckdroge, um Kräutermischungen einen Farbakzent zu geben.
DetailLavendelblüten - Lavandulae flos, Lavandula angustifolia Mill.; Fam. Lamiaceae
Lavendel wächst im gesamten Mittelmeergebiet, ist seit dem späten Mittelalter als Arzneipflanze bekannt und wird heute in Frankreich und in Spanien in Kulturen angebaut. Die wohlriechenden Blüten enthalten 1-3 % ätherisches Öl und werden bei Unruhe, Schlafstörungen und nervösen Darmbeschwerden als Teeaufguss oder Extrakt eingenommen. Außerdem wird Lavendel als Badezusatz zur Behandlung von Kreislaufstörungen und wegen seines starken Geruchs auch als Mottenmittel verwendet.
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Ringelblumenblätter - Calendulae flos, Calendula officinalis L.; Fam.: Asteraceae
Die Ringelblume ist eine heimische Arzneipflanze, deren kräftig orange Blüten jeden Bauerngarten zieren und mit ihrer Farbe vielerlei Teemischungen verschönern. Bis heute ist es auf dem Land üblich, die Ringelblumensalbe für den Eigenbedarf aus den Blüten und Vaseline zu Hause herzustellen. In der Apotheke wird sie aus reinem Blütenextrakt und einer hautfreundlichen Salbengrundlage zubereitet, um einen gleich bleibenden Gehalt an Wirkstoffen und die bestmögliche Aufnahme durch die Haut zu gewährleisten. Calendula-Salbe hat sich wegen ihrer entzündungshemmenden, heilungsfördernden Wirkung vor allem als Wundsalbe und zur Narbenpflege bewährt.
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Weibliche Kermesschildlaus - Grana Kermes, Kermes vermilio Pl.; Fam.: Kermesidae
Seit der Antike wurden die trächtigen Weibchen in getrockneter Form als rotes Färbemittel für Wolle, Seide und Wein verwendet. Die Ärzte schätzten sie einst als ”Hirn wie Herz stärkend und die Manneskraft fördernd”.
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Asseln - Aselli, Oniscus asellus L.; Fam.: Oniscidae
Holzschublade unregelmäßig zugeschnitten. Front grün gestrichen und schwarz signiert. Teil des Schrank 16 im Depot. Enthält Asseln.
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Schellack - Lacca in tabulis, Laccifer lacca Kerr.; Fam.: Lecaniidae
Die weibliche indische Lackschildlaus scheidet zum Schutz ihrer Brut ein harziges Sekret aus, woraus seit dem Mittelalter Färbemittel, Siegellack, Firnis und in der ersten Hälfte des 20.Jh. die Schallplatten hergestellt wurden. Als Arzneistoff sollte Schellack bei Herzklopfen, Gelbsucht und Leberschmerzen helfen.
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Chochenille - Coccionella, Coccus coccineus L.; Fam.: Lecaniidae
Die weibliche Kakteenschildlaus war bereits den Azteken bekannt und diente ab dem 17. Jh. in Europa zur Herstellung von Karminrot. Ihre Verwendung als Lebensmittelfarbe war in Österreich im Jahr 1994 vor der Abstimmung über den EU-Beitritt ein heiß diskutiertes Thema.
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Rosenschwamm - Fungus Cynosbati, Diplolepis rosae L.; Fam.: Cynipidae
Durch den Stich der Rosen-Gallwespe bilden sich die rundlichen Auswüchse an Rosenblättern und Rosentrieben. In getrocknetem Zustand wurden sie im 17./18. Jh. als Schlafapfel oder Schlafschwamm unters Kopfkissen gelegt. Geröstet sollten sie gegen Kropf helfen.
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Galläpfel - Gallae turcicae, Cynips tinctoria H.; Fam.: Cynipidae
Die kugeligen Wucherungen auf den jungen Trieben der Eiche entstehen durch den Stich der Gallwespe. Die alten Ägypter bereiteten daraus Tinte und Haarfärbemittel. Ihre medizinische Verwendung als zusammenziehendes Mittel bei Durchfall, Zahnfleischentzündungen und Frostbeulen reicht bis ins 20.Jh.
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Meerschwamm - Spongia marina in fragmentis, Spongia officinalis L.; Fam.: Spongiidae
Seit der Antike wurden Meerschwämme vielseitig gebraucht: In der Chirurgie zum Aufsaugen von Körperflüssigkeiten, in gebranntem Zustand als innerlich einzunehmendes Kropfpulver oder mit schmerzstillenden Säften getränkt als Schlafmittel unter die Nase gelegt.
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